„Die Auszeichnung ist eine sehr wertvolle Anerkennung meiner Arbeit“, sagt Zeiser, der an der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg die Abteilung für Tumorimmunologie und Immunregulation leitet. „Meine größte Motivation ist zu sehen, dass wir Patient*innen direkt helfen können.“
Zeisers Forschung macht Stammzelltransplantationen sicherer und wirksamer
Zeiser untersucht mit seinem Team die Immunreaktionen nach einer Stammzelltransplantation. Häufig greifen Immunzellen des Spenders den Körper der Patient*innen an und lösen eine Graft-versus-Host-Reaktion aus. Zeiser klärte zentrale Mechanismen dieser Reaktion auf und entwickelte neue Behandlungsansätze. Dazu zählt die klinische Einführung von Januskinase-Inhibitoren. Sie verbesserten die Überlebensraten und senkten transplantationsbedingte Nebenwirkungen. Patient*innen weltweit profitieren bereits von diesen Ergebnissen aus dem Tumorzentrum Freiburg – CCCF. Auch bei CAR-T-Zell-Therapien zeigte das Team Wege, die Wirksamkeit zu steigern und neurologische Entzündungsreaktionen zu verringern.
Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Freiburg, sagt: „Robert Zeiser ermöglicht mit seiner mehrfach ausgezeichneten Spitzenforschung enorme Fortschritte in der Krebstherapie. Diese bedeutende Arbeit verdient besondere Anerkennung. Ich gratuliere Robert Zeiser daher herzlich zum Landesforschungspreis. Sein Erfolg steht exemplarisch für unseren Anspruch als Universität Freiburg, entscheidende Beiträge zur Bewältigung drängender gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln.“
„Prof. Robert Zeiser zeigt, wie sich Grundlagenforschung, klinische Forschung und Behandlung in der Universitätsmedizin Freiburg gegenseitig stärken. Seine Arbeit ist ein Paradebeispiel für gelungene Translation zum Wohle unserer Patient*innen. Dass er dafür den Landesforschungspreis für Angewandte Forschung erhält, ist mehr als gerechtfertigt“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg.
Robert Zeiser studierte Medizin in Freiburg, Tel Aviv und Tampa. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Stanford University habilitierte er 2010, erhielt 2013 eine Heisenberg-Professur und leitet seit 2019 die Abteilung für Tumorimmunologie und Immunregulation am Universitätsklinikum Freiburg.